Unsere Hilfe

Wir haben im Jahr 2009 allein 3.225 Operationen finanziert und führen dabei Projekte in:
Indien, Vietnam, Philippinen, Peru, Kamerun, Uganda, China, Tadschikistan und neu: Bolivien
Im Mittelpunkt stehen:
- die Finanzierung von Operationen und Behandlungen von Spaltpatienten
- die Ausbildung von Ärzten und Therapeuten
- die Verbesserung der für die Operationen und Behandlungen notwendigen Infrastruktur
- die Öffentlichkeitsarbeit hier und in den Projektländern
- das Fundraising, d.h. die Entwicklung des Vereins und seiner Hilfsmöglichkeiten

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Dazwischen liegen drei Tage. Nur 200 Euro kostete die Operation.

Schon im Jahr 2005 finanzierte die 2002 gegründete Deutsche Cleft-Kinder-Hilfe e.V.  1′271 Spaltoperationen und 83 Operationen von kraniofazialen Anomalien.

Seit 2006 ist die Deutsche Cleft-Kinder-Hilfe e.V. in vier Ländern aktiv: in Indien mit dem Aufbau eines neuen Spaltzentrums in Ahmedabad, in Kamerun über die Finanzierung des Projekts Ngaoundéré mit dem Partner Universitätsklinik Greifswald, in Vietnam über die Förderung der Einsätze von Deviemed in den zentralvietnamesischen Städten Huë und Da Nang sowie in Peru über die Finanzierung von Operationseinsätzen einheimischer Ärzte und die Unterstützung von Operationen und Behandlungen im Hospital Nacional Cayetano Heredia in Lima.

Im Jahr 2007 baut die Deutsche Cleft-Kinder-Hilfe ihre Hilfe in den vier Projektländern aus.
Indien: Gründung des Spaltzentrums Mangalore zusammen mit Prof. Krishna Shama Rao. Im Mittelpunkt steht die Behandlung von Kindern mit kraniofazialen Anomalien (schwere angeborene Fehlbildungen). Ferner Gründung des Spaltzentrums Bhubaneswar im ärmsten indischen Bundesstaat Orissa im Osten des Landes, u.a. Behandlung von Kindern der in den Bergen von Orissa lebenden Ureinwohner Indiens, den Adivasi. Weiterhin im Spätherbst die Gründung des Spaltzentrums Srinagar in Kaschmir.
Peru: Erweiterung der Zahl der Einsätze in abgelegenen Gebieten Perus sowie vermehrte Operationen in Lima. Aufbau einer Basisstation in Cuzco in den Hochanden. Finanzierung eines neuen Anästhesiegerätes in Lima zur Verbesserung der Sicherheit der Operationen in Lima.
Kamerun: Gründung des Cleft-Projekts “Projet bec-de-Lièvre Lore Keller, Traitement gratuit des fentes labiopalatines” für das zentrale und südliche Kamerun als Ergänzung unseres Projektes im Norden in Ngaoundéré. Die Operationen werden in einem sehr aktíven und ordentlich ausgestattetem Krankenhaus in Douala durchgeführt.

Im Jahr 2008 starten wir die Hilfe auf den Philippinen über ein Projekt in Cagayan de Oro (Südinsel Mindanao). Die beiden einheimische Chirurgen Dr. Peter Tian und Dr. Bernabe Mendoza, die sehr gut ausgebildet sind, verfügen über eine grosse Erfahrung im Bereich Lippen-Kiefer-Gaumenspalten. In Uganda finanzieren wir die Ausbildung von zwei Chirurgen im Rahmen des vom Münchner Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen Dr. Dr. Oliver Blume initiierten Cleft-Projekts an der medizinischen Fakultät der Universität von Mbarara. Zum Jahresende beginnen wir auf Initiative eines Redakteurs des Weltspiegels, der ein Waisenhaus in Tayuan/ China portraitierte, mit einem kleinen Projekt der Einzelfallhilfe in China. Wir unterstützen dort die Operation von Cleft-Waisen. Unser peruanischer Projektleiter und Präsident des peruanischen Trägervereins Qorito Dr. Alberto Bardales operiert im Sommer 2008 auch Kinder in La Paz, Bolivien. Dort zu helfen, ist ein großer Wunsch von ihm, da er selbst von Puno (Titicaca See) stammt und die schwierige Situation der Bevölkerung auch in den bolivianischen Anden kennt. Die Erweiterung unserer Hilfe von Peru aus nach Bolivien ist beabsichtigt.

Das Jahr 2009 ist gemessen an den Behandlungserfolgen das erfolgreichste Jahr unserer Vereinsgeschichte! 3.225 Operationen haben wir im vergangenen Jahr ermöglicht: Indien 2.138 Operationen, Peru 452 Operationen, Kamerun 186 Operationen, Vietnam 160 Operationen, Philippinen 159 Operationen, Tadschikistan 78 Operationen, Uganda 37 Operationen,  China 15 Operationen. Alle Projekte zielen auf Nachhaltigkeit, d.h. einheimische Chirurgen sollen Projekte leiten und werden zu diesem Zweck aus- und weitergebildet. Alle Projekte arbeiten daran, umfassende Behandlungsstrukturen inkl. HNO, Kieferorthopädie und Logopädie aufzubauen, was bisher nur in Indien und dort auch nur partiell möglich ist.

Zu weit sind vielfach die Distanzen der betroffenen armen Bevölkerung zu den Behandlungszentren in den Städten. Gerade im Bereich der Logopädie (Training der Mundmotorik / Sprachtherapie) streben wir innovative und situationsgerechte Lösungen an, denn die Qualität der Operationen und Behandlungen steht für uns immer im Mittelpunkt.